Entwicklungsgeschichte des Lungenautomaten

Der erste Lungenautomat wurde zwischen 1942/43 von Georges Commeinhes und Emile Gagnan auf Anregung des bekannten französischen Meeresforschers Jacques-Yves Cousteau entwickelt und trug den Namen „Aqualung“.
Die ersten Lungenautomaten besaßen nur eine Stufe, die den Flaschendruck direkt auf Umgebungsdruck reduzierte. Bald darauf wurde aber das zweistufige Prinzip eingeführt, wobei anfangs beide Stufen in einem Gehäuse direkt an dem Pressluftflaschenventil angeschraubt waren. Die Luft wurde bei diesen Automaten durch zwei Gummifaltenbalgschläuche zu einem kleinen schmalen Mundstück geführt. Genauer: die Luft wurde durch einen der beiden Schläuche zum Mundstück geführt, und durch den anderen gelangte die in das Mundstück ausgeatmete Luft wieder nach hinten zum Lungenautomaten, wo sie dann einfach durch Gehäuselöcher ins Wasser abgeblasen wurde.
Dieses Prinzip hatte den Vorteil, dass das Mundstück sehr leicht war, und keine störenden Blasen vor der Maske des Tauchers aufstiegen. Vor allem bei Unterwasserfotographen und -filmern war das ein großer Vorteil. Der Nachteil war hauptsächlich, dass die zweite Stufe nur auf den Umgebungsdruck herunter regeln konnte, an dem der Automat sich gerade befand, und nicht auf den Umgebungsdruck des Mundstücks. Das hatte zur Folge, dass am Mundstück deutlich höherer Luftdruck anstand, wenn der Lungenautomat sich etwas tiefer befand, und umgekehrt ein deutlich spürbarer Unterdruck, wenn der Lungenautomat höher lag. Beim Tauchen hatte das den Effekt, dass dem Taucher beim Aufstieg fast die Lunge aufgeblasen wurde, und man beim (kopfüber) Abtauchen stark saugen musste.
Dieses Bauprinzip hat sich somit nicht weiter durchgesetzt, die zweite Stufe wanderte in das Mundstück, so dass die Atemluft mit dem Druck geliefert wird, der in unmittelbarer Umgebung des Mundes herrscht.

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